18. November 2008: Absurdistan

Absurdistan

Deutschland (2008)


ab 12 1,85:1
Regie: Veit Helmer
Schauspieler: Kristyna Malérová; Max Mauff
88 Minuten
Vom wahren Leben inspiriert: 2001 traten die Frauen des türkischen Dörfchens Sirt einen Sex-Boykott an, um ihre Männer zur Reparatur der maroden Trinkwasserleitung zu zwingen.
Absurdistan das ist ein kleines beschauliches Dörfchen irgendwo zwischen Europa und Asien, wo die Frauen viel arbeiten und die Männer viel denken. In diesem Dörfchen leben auch Aya und Temelko, die nicht nur schwer ineinander verliebt sind, sondern auch seit ihren Kindertagen im ganzen Dorf als füreinander bestimmt gelten. Die beiden wünschen sich nichts sehnlicher, als endlich ihre erste gemeinsame Nacht miteinander zu verbringen. Doch da die Dinge in Absurdistan ein bisschen anders laufen als anderswo, stehen den beiden hierbei noch einige Hindernisse im Weg. Erstens darf es nicht in irgendeiner Nacht passieren, sondern erst dann, wenn die Sterne besonders günstig stehen. Zeitens müssen Aya und Temelko der Tradition gemäß zuvor noch ein gemeinsames Bad nehmen. Blöd nur, dass ausgerechnet jetzt die einzige Wasserzuleitung des Dorfes den Dienst quittiert. Und da die Männer Absurdistans viel zu faul sind das Ding zu reparieren, müssen die Frauen drastische Maßnahmen ergreifen, um sie zu motivieren: Sex-Streik.
Fazit: Grotesk, aberwitzig und abwegig. Helmer kann wunderschöne Bilder zaubern - man muss aber mit Lust in Helmers Universum einzutauchen, sonst fühlt man sich wie im falschen Film. (Radio Bayern 3)